Wieviel Raum will ich der Corona-Krise geben?

Wie viele andere auch, habe ich zu Beginn der Krise den Wunsch verspürt mich zu informieren, mit der Idee, dass ich aus Wissen Sicherheit in dieser neuen, beängstigenden Situation gewinnen kann. So habe ich  mich informiert, wo immer ich Informationen, neue Nachrichten und „die Wahrheit hinter Corona“ fand. Ich habe mich ertappt, dass ich eines Nachts, als ich vor Sorge nicht schlafen konnte, hektisch am Handy alle erreichbaren Nachrichten konsumiert habe. Es ging mir nicht gut damit, ich wurde unruhig, schlief noch schlechter und war verängstigt.

Als ich bemerkt habe, was diese Flut an Nachrichten und Informationen, vermischt mit persönlichen Meinungen und Halbwahrheiten  mit mir macht, habe ich mir Nachrichtenfasten verordnet. Es ist ja ohnehin Fastenzeit, warum nicht Nachrichtefasten? Es kann doch nicht sein, dass mein Leben sich auf ein Thema reduziert?

Eine Woche konsequent keine Nachrichten und mein Kopf war frei. Es gelang mir zu mir zu kommen, mir meiner Gefühle und Gedanken zur Corona-Situation bewusst zu werden und mir eine eigene Meinung dazu zu bilden. Danach bin ich sehr bewusst mit Nachrichten und Informationen umgegangen , gute Gespräche mit Freunden gesucht und  habe gezielt auf mein Wohlergehen geachtet. Die Unsicherheit ist da, keiner weiß wirklich genau, wie sich alles entwickeln wird, gleichzeitig geht es mir gut.

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