Welche Verantwortung habe ich?

Diese Frage stelle ich mir in den letzten Wochen immer wieder aufs Neue: Welche Verantwortung habe ich in der aktuellen Coronakrise?

Ganz klar: in erster Linie trage ich Verantwortung für mich selber. Gleichzeitig bin auch ich Bürgerin eines Landes, ein Mitglied vieler Sozialer Systeme. Ich trage Verantwortung als Unternehmerin und als Privatperson

Es ist momentan Verantwortung in vielerlei Hinsicht gefragt: zum einen in Bezug auf unsere Gesundheit, zum anderen auch in Bezug auf unser Land, unsere Wirtschaft und unsere Grundrechte.

Ich bin ein soziales Wesen, übernehme beruflich zum Teil eine sehr hohe Verantwortung für andere Menschen. Das mache ich mit großer Leidenschaft und Freude. Wenn es dem Wohle anderer dient, bin ich gerne dazu bereit Abstand zu halten, keine Hände zu schütteln und in meine Ellenbeuge zu niesen.

Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass es in der aktuellen Situation die Verantwortung von uns allen ist, kritisch zu hinterfragen. Es geht hier momentan mehr als „nur“ um einen Virus, dessen Wirkung von Anfang an unbekannt war und zum Teil auch immer noch ist. Es gilt die Medien, welche lange Zeit nur eine Meinung zugelassen haben, kritisch zu hinterfragen. Daneben gilt es vor allem die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen zu hinterfragen. Steht das alles in einem passenden Verhältnis zur aktuellen Situation? Diese Maßnahmen mögen vielleicht unsere Gesundheit auf kurze Sicht schützen, was wird mit unserer Gesundheit langfristig sein?

Jeder kann sich informieren, kann sich unterschiedliche Meinungen anhören

Ich weiß, es ist mühsam und nach zwei Monaten „Dauerberieselung“ auch nur verständlich, wenn man einfach nichts mehr hören will. Ich bin mir darüber im Klaren, dass unterschiedliche Meinungen sehr irritierend sein können – Wem kann ich eigentlich noch glauben? Und es ist mehr als verständlich, die Meinung zu vertreten: Ich habe keine, das ist mir alles viel zu verwirrend und zu anstrengend.

Dieses Thema geht uns alle an!

Deshalb meine Bitte an jeden einzelnen von euch: informiere dich, hole dir unterschiedliche Meinungen ein und bilde dir deine eigene. Höre auf dein Bauchgefühl und deinen gesunden Menschenverstand. Hinterfrage alle kritisch und gehe mit anderen Menschen ins Gespräch. Meiner Meinung nach ist auch das die Verantwortung eines jeden einzelnen in dieser Krise.

Eine kritische Meinung äußern

In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder aufs Neue festgestellt, dass ich mich kaum getraut habe, meine kritische Meinung zur Coronakrise zu äußern, ich sehr genau abwäge, wem gegenüber sage ich etwas und wem gegenüber nicht. Auf Facebook, habe ich irgendwann nichts mehr gepostet, da mir die Diskussionen zu mühsam waren und Stimmen abseits des Mainstreams kaum zugelassen wurden/werden.

Immer wieder denke ich mir aufs Neue: „Vera, halte deinen Mund, lass das Thema ruhen und kümmere dich um dich selber“. Und immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich genau das nicht bleiben lassen kann, denn:

Hier geht es gerade um unser aller Zukunft!

Das Foto entstand am 18.04.2020 in Niedersonthofen

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