Was macht es mit Menschen, wenn ihnen ausschließlich andere Menschen begegnen, die mit ihrer Körpersprache Ablehnung, Angst oder „Du bist gefährlich“ signalisieren?

Nach vielen Tagen in verordnetem Rückzug zu Hause bemerke ich, daß ich sehr sensibel auf die Körpersprache meines Gegenübers reagiere:

Ich hatte mich ja schon richtig darauf gefreut, dass ich die notwendigen Einkäufe erledigen muss, eine Aufgabe, die ich normalerweise nur ungern übernehme.

Doch schon auf dem Supermarkt-Parkplatz springt die erste Frau, die mir begegnet mit ärgerlichem Gesichtausdruck zur Seite, als ich vorbei gehe.

Es trennen uns mindestens 1,5 Meter. Was habe ich falsch gemacht?

Im Geschäft drücken sich viele Menschen fast auf der anderen Seite des Ganges ins Regal, wenn wir uns begegnen. Auch ich gehe auf einer Gangseite, um die geforderte soziale Distanz zu wahren. Die meisten Menschen vermeiden den Blickkontakt und nur die wenigsten erwidern mein Lächeln.

Nach dem Einkauf fühle ich mich nicht gut. Mir ist sehr bewusst, dass die Reaktionen nicht mir persönlich gelten und der Ausdruck der Angst meiner Mitmenschen sind. Gleichzeitig wirkt die abweisende Körpersprache auf mich. Was macht es mit Menschen, die damit nicht so bewusst umgehen oder auch mit Kindern?

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